Aus aflx wird iflx, aus Alex wird ilex

Tja, nun ist es passiert. Ich bin konvertiert. Ich habe mir ein Macbook Pro zugelegt. Lange habe ich mich gewehrt, habe gedacht, mich wird es nicht erwischen. Aber nun ist es doch geschehen – für die Mission! Mac OS X habe ich zwar in einer VM zum Laufen bekommen, aber wirklich Spaß gemacht hat das Arbeiten damit nicht. Alles war recht träge und man benötigte viel Geduld. Es war somit nur eine Frage der Zeit, wann mich die Missionare in schlechter Verfassung erwischen würden.

Letzte Woche war es dann soweit. Es viel mir schwer die Bestellung bei cyberport abzuschicken, aber irgendwann konnte sich der Zeigefinger nicht mehr zurückhalten und hat auf „Bestellen“ geklickt. Keine 24 Stunden später sollte es soweit sein, versprach cyberport. Daraufhin habe ich die Nacht recht unruhig geschlafen, da ich doch sehr aufgeregt war, wusste ich doch nicht, was mich erwartet.
Würde ich nun magisch von Cafés angezogen werden, um dort meinen Apfel zur Schau zu stellen? Würde mein Hirn degenerieren, weil ich keine Energie mehr darauf verschwenden muss Software-Probleme zu lösen – einfach, weil alles einfach ist und einfach so funktioniert? Würde mir nun Club Mate schmecken?
Fragen über Fragen quälten mich die ganze Nacht und ich habe kaum ein Auge zugemacht – der letzte Schritt der Gehirnwasche von Apple? Wollten sie mich dermaßen zermürben, dass ich endgültig aufgab und bereit war für die Umprogrammierung?
Gegen 12 Uhr Mittags klingelte das Handy und meldete eine neue Nachricht – von cyberport. Das Macbook lag zum Abholen bereit. Mein Herz schlug schneller. Schon Stunden vorher habe ich meinen Weg zur Friedrichstraße, zum cyberport Tempel, geplant. Knapp eine gute Stunde trennten mich nun noch vom neuen Leben.
Im Laden angekommen, steuerte ich Zielstrebig die Warenausgabe an, obwohl ich nie zuvor in dem Geschäft war. Es schien so, als würde ich einer inneren Eingebung folgen – wie ein Zugvogel, der heimkehrt. Ich gab mich ihr hin und stellte mich brav in die Schlange. Vor mir jedes Klischee in Person, welches ich mir zu Apple-Jüngern nur vorstellen konnte. Von der jungen Alternativen, wohl eine Grafikerin, bis hin zum Dicken Muttersöhnchen mit fettigen Haaren. Mir war komisch, fühlte ich mich doch fehl am Platz und auch etwas schlecht, weil ich solch oberflächliche Gedanken hatte. Lange Zeit zum Grübeln hatte ich aber nicht, da scheinbar auf jeden Kunden ein Mitarbeiter von cyberport kam. Die Schlange wurde also schnell kürzer und ich war schon bald dran und zeigte meine Bestellnummer auf dem Handy vor.
Und dann kam es…mein Macbook! Meins!
Zurück im Büro packte ich alles behutsam aus und schaltete den neuen Computer ein. Ich begann ihn zu konfigurieren, meine Tools und Programme zu installieren. Hin und wieder musste ich den großen Google befragen, wie ich das Stück Technik in Alu richtig bedienen und einrichten muss. Xcode, Eclipse und Co. mussten natürlich funktionieren, damit ich den Mac auch bezahlen kann 😉 Und wo war zum Beispiel die Entf-Taste? Macht man mit Macs keine Fehler? Hat Jobs die Entf-Taste verboten? Diese und andere Fragen klärten sich schnell und ich muss sagen: Es fühlt sich gut an, irgendwie richtig! Schon nach wenigen Stunden habe ich mich an die Touchpad-Gesten gewöhnt und habe sie prompt auf meinem alten Notebook vermisst.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

Eins hat mich aber stutzig gemacht. Just an dem Tag, wo ich konvertiere verlässt Steve Jobs Apple!? Mission erledigt? War ich der Kunde, den er noch kriegen wollte? Lebenswerk erfüllt? Hätte ich das doch vorher gewusst…

2 Gedanken zu „Aus aflx wird iflx, aus Alex wird ilex

  1. Oliver sagt:

    Ein guter Schluss :o) Viel Spaß beim Rumfummeln – ich bin nach 2 Monaten Mac eigentlich wieder ganz froh, wieder in Win7 arbeiten zu können! War aber ein interessanter Ausflug.

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