Sencha Touch 2

Wer schon etwas größere Projekte mit Sencha Touch umgesetzt hat, wird sicherlich auch festegestellt haben, dass sich eine solche App ab einer gewissen Komplexität nicht mehr wirklich „fluffig“ anfühlt. Je mehr Objekte im DOM hängen, desto langsamer reagiert die Oberfläche. Besonders deutlich wird dies meiner Erfahrung nach bei List-Components, die mehr als nur eine Zeile Text anzeigen. Aber, die Jungs und Mädels bei Sencha arbeiten schon seit einer Weile an Version 2, die viele Verbesserungen und auch Neuerungen mit sich bringen soll.

Sencha hat bereits im September hier die neue Version von Sencha Touch angekündigt. Das ist mir leider während meiner Hochzeitsvorbereitungen entgangen. Es war aber eine schöne Überraschung, als ich diese Nachrichten auch bei t3n zu Gesicht bekam. Alles soll also besser, schneller und schöner werden. Der Layout-Mechanismus wurde wohl grundlegend überarbeitet und somit ordentlich an der Performanceschraube gedreht. Die Verwandtschaft mit ExtJS wird in der neuen Version noch etwas deutlicher, was natürlich viele Vorteile mit sich bringt. Als Entwickler profitiert man von dem einheitlichen API und der guten Dokumentation. Es sollte also einfacher sein Anwendungen zu portieren. Außerdem profitiert man natürlich von neuen Komponenten aus dem ExtJS-Framework.

Eine noch größere Neuerung ist allerdings das Packaging, dass es ermöglichen soll seine Anwendung ganz einfach in eine native App zu verwandeln. Dabei soll jedoch nicht PhoneGap genutzt werden, obwohl Sencha sich in Vergangenheit sehr PhoneGap-nah zeigte. Es bleibt abzuwarten, welche Funktionen der mobilen Geräte unterstützt werden und ob PhoneGap oder vergleichbare Produkte dadurch überflüssig werden.

Wer es nicht erwarten kann, kann bereits jetzt ein erstes Preview Release downloaden und einen ersten Blick auf das neue Sencha Touch werfen. Sencha selbst warnt aber, dass sich noch einiges ändern kann. Vom Produktiveinsatz ist also abzuraten.

Außerdem kann man sich die SDK-Tools herunterladen, die das Bootstrappen eines neuen Projektes deutlich vereinfachen sollen. Mit den Tools ist es eben auch möglich die Anwendung als native App zu verpacken.

Man kann gespannt sein, was dort letztlich zum Vorschein kommt, wenn Sencha auf der SenchaCon den Vorhang hebt und Sencha Touch 2 präsentiert.

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