The One I’ve been waiting for? – Teil 2, Grundfunktionen

Nun habe ich das HTC One X schon ein paar Tage im trnd.com Produkttest und ich muss sagen, ich bin zufrieden. Es gibt keine großen Überraschungen, aber ich bin zufrieden 😉 Die ersten Punkte, die man während des alltäglichen Gebrauchs testet, sind natürlich die grundlegenden Telefonfunktionen. Um diese soll es nun auch erstmal gehen.

Was eigentlich bei jeder Aktion auffällt: das HTC One X ist unglaublich flink. Egal, welche Option man wählt oder welche App man startet. Mit großen Verzögerungen hatte ich bisher nicht zu tun. Alles läuft einfach flüssig und man kommt bei der Benutzung nicht ins Stocken – zumindest ist das HTC nicht schuld daran. Lediglich die Sensortasten am unteren Bildrand reagieren manchmal nicht auf die erste Berührung oder ich tippe einfach immer daneben… Das ist schon etwas nervig, da es hier keinen Druckpunkt gibt und man nicht genau weiß, ob man die Taste nun erwischt hat oder nicht. Sei es drum, vielleicht ist das auch nur eine Gewöhnungssache.

Die Telefonfunktion

Das HTC One X ist schon ein wahres Allround-Genie und man schaut manchmal etwas erstaunt auf dieses flache Teil und erinnert sich daran, dass vor ein paar Jahren selbst unter dem heimischen Schreibtisch kein so leistungsfähiger Computer stand. Aber es ist und bleibt irgendwie doch ein Telefon. Und da kann man festhalten: es ist ein sehr gutes Telefon! Der Verbindungsaufbau funktioniert sehr schnell und die Sprachqualität stimmt! Man kann seinen Gesprächspartner wirklich sehr klar und deutlich hören. Störendes Rauschen oder ähnliches, konnte ich noch nicht vernehmen. Die Hintergrundgeräusche werden sauber gefiltert. Ähnliches gilt auch für die Freisprecheinrichtung. Selbst während der Autofahrt, konnte man alles sehr gut hören und man wurde auch selbst gut verstanden. Bisher kann ich daran nichts aussetzen, so macht telefonieren Spaß!

Die Nachrichtenfunktionen

Für mich ist das Smartphone meine kleine Schaltzentrale. SMS und E-Mails lese und tippe ich dutzende am Tag. Dass das richtig funktioniert, ist für mich ähnlich wichtig, wie die gute Sprachqualität beim Telefonieren. Wichtigste Voraussetzung für das Schreiben von Nachrichten auf dem Handy, ist eine vernünftige Tastatur. Wie bei jedem Android, gibt es hier die verschiedensten Varianten. HTC liefert hier Sense Input mit. Es ist vergleichbar mit Swype, wenn man die Tastaturverfolgung aktiviert hat. Man kann dann mit seinem Finger über die Tastatur von Buchstabe zu Buchstabe „wischen“ ohne abzusetzen und so auch lange Wörter eingeben. Dabei schlägt die Software Worte vor, sobald sie eines erkannt hat. So ist es möglich wirklich sehr schnell ganze Texte zu „tippen“. Ist ein Wort nicht im Wörterbuch, kann man es unkompliziert hinzufügen. HTC Sense Input fügt auch automatisch ein Leerzeichen an die Worte. Das funktioniert aus meiner Sicht aber etwas inkonsistent. Wische ich Wortgruppen über die Tastatur, funktioniert alles super, solange die Worte erkannt werden und es werden Leerzeichen eingefügt. Kürze ich jedoch die Eingabe ab, indem ich das gewünschte Wort aus der Vorschlagsliste auswähle, wird kein Leerzeichen gesetzt. Das ist aus Usability Sicht nicht optimal gelöst.

Etwas nervig ist auch, dass man die Wortvorschläge nicht erneut erhält, wenn man später mit dem Cursor zurückgeht, wofür sich übrigens die Pfeiltasten sehr gut eigenen. Bemerkt man erst beim nochmaligen Lesen, dass man selbst oder die Software ein falsches Wort ausgewählt hat, dann bleibt scheinbar nichts anderes übrig, als das ganze Wort noch mal zu löschen und erneut einzugeben. Hier kann noch nachgebessert werden!

Wer Nachrichten lieber diktiert, kann die Spracherkennung von Google ausprobieren. Das funktioniert bei kurzen Nachrichten noch relativ zuverlässig. Aber schon bei etwas längeren Texten mit komplexeren Wörtern und Satzkonstruktionen wird man um eine manuelle Korrektur nicht herumkommen. Für mich stellt sich immer noch die Frage, wann man die Spracheingabe wirklich nutzt. Ich würde wohl kaum in der Bahn eine SMS an meine Frau diktieren und damit meine Mitreisenden erfreuen. Zuhause mal schnell ein Suchbegriff in die Suche diktiert – das funktioniert! Aber sonst ist das eher ein lustiger Partyspaß.

Was mich aber von Anfang an überzeugt hat, ist die Mail-App. Ich empfinde sie sehr strukturiert und aufgeräumt. Man findet sich schnell zurecht und kann damit selbst sehr viele Mails verwalten. Super ist auch die Suche-Funktion. So findet man auch unterwegs gezielt seine Nachrichten wieder. Die Reaktionszeit der App ist top und das Abrufen der Mails funktioniert sehr schnell – Verbindungsaufbau und Datenübertragung sind im Nu erledigt.
Wie oft Mails vom Server abgerufen werden, lässt sich bequem über die Einstellungen festlegen. Sehr sinnvoll finde ich die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenzeit. So lasse ich in der Hauptzeit Mail in regelmäßigen Intervallen abrufen. In der Nebenzeit habe ich dies deaktiviert und rufe Mails nur manuell ab. So wird man nachts nicht ständig von den vielen Werbemails geweckt 😉

Mobiles Browsen

Das Internet in der Tasche ist für mich ebenfalls eine Grundfunktion des Smartphones. Unterwegs Nachrichten oder andere Informationen abrufen – alles kein Problem mit dem HTC! Als Browser habe ich mir die Beta von Googles Chrome installiert. Dadurch wird es möglich die Einstellungen, Tabs und Lesezeichen vom Computer auf das Handy zu synchronisieren. Dieses Feature habe ich lange vermisst, schön dass es das nun Out-of-the-Box gibt!
Viel mehr gibt es auch kaum zum Browser zu sagen. Internetseiten werden auf Wunsch in unterschiedlichen Tabs super schnell geladen und ordentlich gerendert. Relativ zielsicher werden „Klicks“ auf Links erkannt und die gängigen Gesten sind vorhanden. Lediglich ein Wischen für Zurück habe ich vermisst.

Für Entwickler ist das integrierte Web-Debugging via USB noch ganz interessant. Die Anpassung von Internetseiten auf dem Device dürfte so deutlich einfacher von der Hand gehen.

Zusammenfassung

Das HTC One X ist ein solides Gerät, was die grundlegenden Funktionen angeht – egal ob beim Telefonieren, Mails schreiben oder beim Surfen im Internet. Von den kleinen Mankos bei der Texteingabe mal abgesehen, erfüllt dieses Gerät einfach alle Wünsche. Es macht einfach, was es soll. Die Benutzerführung ist gut gelungen und man kommt ohne groß darüber nachzudenken zum Ziel. Die üppige Hardware-Ausstattung sorgt dabei dafür, dass dies ohne Ruckler oder Pausen passiert.
Auffällig ist, wie selbstverständlich viele Dinge auf einem Handy geworden sind und oft nur noch durch das Nichtvorhandensein oder durch Fehler auffallen. Der Funktionsumfang von Smartphones und herkömmlichen Rechnern gleicht sich einfach immer mehr an (vollwertiger E-Mail und Browser-Support…).

Das HTC One X spielt einfach ganz oben in der Liga und ist bisher sehr zu empfehlen.

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