The One I’ve been waiting for? – Teil 5, Fazit

Viel habe ich nun im Rahmen des Produkttestes von trnd.com und dem HTC One X getestet und geschrieben. Nun ist die Testphase leider zu Ende. Die letzten Tage mit dem HTC One X stehen vor der Tür. Vielleicht aber auch nicht. Mit etwas Glück darf das Handy ja bei mir bleiben. Für alle, die sich nun fragen, wie mir das Ding nun gefallen hat, folgt noch mal eine kleine Zusammenfassung 😉

Kurzes und knappes Fazit: Tolle Hard- und Software mit kleinen Macken und mäßigem Akku.

Der erste Eindruck

Was schon beim Auspacken aufgefallen ist: das HTC One X ist wirklich groß!

Ich bin Besitzer eines HTC Desire, was deutlich kleiner aber dennoch schwerer ist. An die Größe habe ich mich leider noch nicht so richtig gewöhnt. Die Bedienung mit nur einer Hand ist damit doch etwas schwierig. Ich habe zwar relativ große Hände, aber trotzdem komme ich mit dem Daumen grad so überall hin. Auch der Stanbyknopf am oberen Ende ist mit dem Zeigefinger im Einhandmodus nicht wirklich gut zu erreichen. Manchmal habe ich ein wenig Angst, dass mir das HTC aus der Hand rutscht.

Auch in der Hosentasche macht es sich ganz schön breit. Aber mit diesen Formfaktor muss man sich wohl anfreunden, da fast alle neuen Oberklasse-Smartphones in dieser Größe auf den Markt kommen. Dafür hat man natürlich ein schön großes Display 😉 Das ist beim HTC One X übrigens wirklich super!

Sofort nach dem Anschalten merkt man, dass das Display wirklich gestochen scharf ist und schöne Farben liefert. Leider sieht man auf dem Touchscreen jeden Fingerabdruck. Das hat Samsung zum Beispiel beim Nexus deutlich besser gemacht. Dort scheint es eine Fett abweisende Beschichtung zu geben. Das Display zu wischen gehört damit der Vergangenheit an.

CPU, Display und Akku

Das Handy reagiert auf Berührungen ohne Verzögerung. Der Quad-Core Prozessor sorgt für ordentlich Dampf unter der Haube. Bisher habe ich noch nicht einmal bemerkt, dass Listen oder ähnliches beim Scrollen Ruckeln. Das kenne ich vom Desire noch ganz anders. Das wirklich gelungene Android 4 lässt sich dank dieser Leistungsstarken Hardware extrem flüssig bedienen. So macht ein Smartphone wirklich Spaß.

Leider erzeugt das Handy ganz schön Abwärme – um nicht zu sagen, es sieht nicht nur heiß aus, es wird auch manchmal sehr heiß! Im Winter mag das angenehm sein. Im Sommer fühlt sich das in der Hosentasche aber nicht so schön an.

Ein weiterer Nachteil der dicken Hardware-Ausstattung und des großen Bildschirms, ist die relativ kurze Akku-Laufzeit. Klar, jedes Smartphone muss wohl einmal am Tag an die Steckdose. Aber wenn man sich mit diesem Gerät lange am Stück beschäftigt, ist der Saft ziemlich schnell alle! Das geht so einfach nicht. Was nützt mir das beste Handy, wenn ich es nicht mehr nutzen kann, weil der Akku alle ist!?

Speicher

Dank des riesigen Speichers kann man eine Menge Apps installieren oder seine Musik- oder Bildersammlung überall dabei haben. Dank der DLNA-Fähigkeit kann man letztere wirklich sehr bequem auf den Fernseher oder die Hifi-Anlage bringen. Das ist wirklich super. Schöne neue Welt!

Aber auch unterwegs macht Musik hören mit dem HTC One X wirklich Spaß. Die Kopfhörer sind ganz OK, auch wenn die Kabel recht dünn und labberig wirken. Das Beats Audio System sorgt für einen ausgewogenen Klang. Das integrierte Radio funktioniert auch sehr gut. Die Senderwahl läuft wirklich flink.

Kamera

Ein wirkliches Highlight ist die Hauptkamera. Sie macht wirklich tolle Fotos und Filme und bringt eine Menge netter Effekte und Einstellungsmöglichkeiten mit. Zudem ist die Kamera wirklich sehr schnell. Damit entgeht wirklich kein Schnappschuss mehr! Cool ist auch die Möglichkeit beim Filmen gleichzeitig Fotos zu machen. Das funktioniert super! Vermisst habe ich einen Hardware Auslöseknopf.

Nett ist auch die Mitgelieferte App zum Bearbeiten von Videos. Damit lassen sich kleine Filmchen ganz einfach schneiden, vertonen und rausspielen. Größter Nachteil bei der Kamera: Sie steht hinten heraus und hat keine schützenden Rand. So liegt die Linse immer auf. Kratzer sind dadurch vorprogrammiert!

Über die Frontkamera muss man nicht viel sagen. Sie taugt vielleicht zum Skypen oder für die Spiegel-App. Der Knaller ist sie nicht. Zudem verdreckt sie recht schnell. Denn im Gegensatz zu der Hauptkamera ist diese im Gehäuse versenkt und lässt sich nicht so einfach sauber wischen.

Software

Abgerundet wird der gute Gesamteindruck durch wirklich sinnvolle, vorinstallierte Apps und HTC Sense. Die Migration meiner Daten auf das Handy hat tadellos funktioniert. Ganz wunderbar ist auch die Integration von E-Mail und Kalender. Das HTC One X wird wirklich zur Kommunikationszentrale.

Lediglich das Swypen bzw. das Wörterbuch funktioniert nicht so toll und es nervt schnell, wenn die Autokorrektur nicht funktioniert. Es ist fast unmöglich das kurze Wort „wie“ zu „wischen“. Stattdessen erhalte ich immer „wir“ und in der Wortauswahl finde ich das eigentlich gewollte Wort nicht. Das passiert auch bei anderen Wörtern und frustriert manchmal extrem.

Zudem funktioniert das ganze nicht einheitlich. Erkennt das System das gewünschte Wort, fügt es automatisch ein Leerzeichen danach ein. Wählt man aber ein Wort aus der Vorschlagsliste, passiert das nicht. Das ist inkonsistent, wird aber hoffentlich durch ein Update behoben.

Kaufempfehlung?

Jein. Das Handy ist OK und es kann vor allem im Multimedia-Bereich punkten. Der Akku ist mir aber zu schwach und der Preis doch recht hoch. Jeder muss selbst entscheiden, wie wichtig ihm die kritisierten Punkte sind. Falsch machen, kann man beim Kauf des HTC One X aber nichts!

Leider hatte ich das HTC One S noch nicht in der Hand, aber nach einem Artikel in der aktuellen c’t könnte ich mir vorstellen, dass dieses Handy ähnlich gut bei geringerem Preis ist.

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